Zuhause in der Innenstadt

Nur wo, fragt ihr euch sicherlich … :) Wenn ich von meiner City-Wohnung spreche, dann meine ich damit meine 2er WG mit einer Kulturwissenschaftsstudentin in der Lüneburger Innenstadt. Hier bin ich direkt nach meinem Auslandsaufenthalt in Veracruz (und Cancún) als Zwischenmieterin eingezogen.

Das Wohnzimmer in der City

Wenn ihr schon einmal in der WG gewohnt habt, dann kennt ihr das sicherlich. So wohl man sich auch in der Wohngemeinschaft fühlt, man ist doch nie sein eigener Herr und auch wenn man eine wahnsinnig entspannte WG hat, so wie ich sie hier hatte, heißt das noch lange nicht, dass man auch das ein oder andere Einrichtungsdetail ändern würde. Wahrscheinlich aus Sorge dem anderen damit auf die Füße zu treten. In meinem Fall hatte ich ja auch absolut keine Berechtigung dazu, schließlich war ich nur Zwischenmieterin. Zuhause selber machen - Hinaus zur Altstadt

Unser Zusammenleben war spitze, wir haben uns super verstanden und hatten auch den berühmten Draht zueinander. Trotzdem habe ich mich nie getraut mal wirklich Hand im Wohnzimmer und in der Küche anzulegen:

Die Horrorküche Wahrscheinlich könnt ihr so schon sehen, wie schwierig das war. Klar, ich habe dann mal so Kleinigkeiten wie das Öl-Karussel (rechts neben dem Herd) eingeführt und in meiner Verzweiflung sogar die Teebeutel auf den Küchenschränken fein säuberlich drapiert, aber der Großteil unseres gemeinsamen Wohnbereichs blieb in dem fragwürdigen Zustand, den ihr hier seht.

Tatsächlich zeigt dieses Bild gleich zwei Dinge, die ich nur sehr schwer dulden kann: ;)

1. Poster

2. Gelb

Ja, ich weiß. Eine merkwürdige Kombi. Meine Abneigung gegen Poster kann ich jedoch noch begründen. Poster erinnern mich immer an Teenie-Zimmer und auch wenn ich meine Teenie-Zeit super fand, bin ich doch froh, dass ich heute woanders stehe.  Darüber hinaus wirken Poster immer so lieblos; einfach an die Wand geklatscht, ohne Rahmen, der sie schützt und die entsprechende Wertschätzung entgegnet. ;D Ja, dabei belassen wir’s lieber.

Was meine Gelb-Phobie angeht: Das kann ich euch beim besten Willen nicht erklären. Ob die strikte Ablehnung von Gelb daher rührt, dass ich noch 90er geschädigt bin oder ob ich einfach zu oft gelb-geschwanntechnikte Wände gesehen habe … ich kann es nicht genau sagen, aber ich finde gelb, seit ich denken kann, gruselig. Ziemlich ärgerlich, wenn man sich die derzeitigen Trends anschaut ;)

Übrigens: Noch schlimmer als Gelb und Poster zusammen, ist in meinen Augen Terracotta. Damit könnte man mich jagen. Als ich nach Mexiko gezogen bin, habe ich tatsächlich einmal ein ziemlich gutes Wohnungsangebot abgelehnt, weil alles “mediterran” eingerichtet war; alias Terracotta terracotta terracotta. :D

Genug davon. Zurück zu meiner WG in der City:

Mein Zimmer

Bei meinem Zimmer hatte ich wirklich Glück. Es lag zum Hinterhof raus, sodass man vom Tosen der Stadt nicht viel mitbekommen hat … sofern man überhaupt von einem tosenden  Lüneburg sprechen kann. ;)

Ich habe hier alle Möbel von meiner Zwischenvermieterin übernommen. D.h. lediglich die Habseligkeiten gehörten zu mir. Dieser Umzug war auch retrospektiv betrachtet der beste Entspannteste aller Zeiten. Mittags habe ich den Schlüssel bekommen und abends habe ich diese Fotos gemacht.

Zuhause selber machen - Regale mit wenig drin

Da ich in dieser Zeit eigentlich nur meinen Laptop und meinen Drucker brauchte, habe ich auf sämtlichen “Schnick-Schnack” verzichtet. Mein Freund würde jetzt lachen; aber für mich ist Deko nun mal kein “Schnick-Schnack”. Ich habe aber alle Bücher, die Fotoalben, Postkarten und was man sonst noch so in seinem WG-Zimmer verstauen müsste, in meinem Möbelstorage gelassen.

Zuhause selber machen - In der City zuhauseUnd ich fand, dass das dem Raum auch gut getan hat. Wie ihr seht, ist das Zimmer nicht sonderlich groß gewesen, sodass hier ein paar luftige Regale ganz gut tun.

Zuhause selber machen - Bett

Insgesamt sollte das Zimmer das Gefühl vermitteln, dass ich immer noch an der See lebe, denn die drei Jahre zuvor hatte ich ja immer am Meer gelebt.

Zuhause selber machen - Blick auf Schrank

Das geschulte Auge erkennt auch sofort, dass hier ein schwedischen Einrichtungshaus maßgeblich bei der Ausstattung der Räumlichkeiten involviert war.

Zuhause selber machen - Umgestellt

Aber natürlich habe ich auch hier mehrere Male umgeräumt. Meine Mitbewohnerin guckte nur jedes Mal am nächsten Morgen verdutzt durch die Tür und fragte mich, ob das nun das letzte Redesign gewesen wäre. ;)

Zuhause selber machen - Bett umgestellt

So standen die Möbel dann auch bis zum Schluss. Ich habe gern ein paar Nischen und liebe Betten in der Mitte des Raumes.

Zuhause selber machen - City-Zimmer

Und so verbrachte ich einige sehr glückliche Monate in der Lüneburger Innenstadt. Hier seht ihr, wie mein Zimmer vorher aussah …

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