Du bist umkastet … Schluss mit Boden zur Decke

Dieses vom Boden-bis-zur-Decke-Gemale war noch nie mein Ding. In unserer ersten gemeinsamen Wohnung war daher klar, dass unser Arbeitszimmer nur einige Farbakzente abkriegen würde.

Fritz durfte hier die Farbe aussuchen und sagte sofort, dass es grün werden müsse. Fine with me.

Der Blick ins Zimmer zeigt: “Holla die Waldfee, das ist wirklich grün!”

Ein kräftiger Farbklecks .. oder zwei

Aber so sah das Zimmer natürlich nicht immer aus. Unser Vormieter fand, dass ein zartes Kotz-Göbel-Gelb dem Raum gut zu Gesicht stünde. Wie ich finde eine fatale Fehleinschätzung. Ein grauseliges Gelb an der Wand - Lieber Zuhause Selber Machen

Ein Glück, dass hier nur seine Katzen lebten ;)

Auch aus dieser Perspektive nicht besser - Lieber Zuhause Selber Machen

Bevor wir einziehen konnte ging also zum Glück ans gehörige Sanieren des Raumes und Entfernen der Überreste der gelben Hölle.

Ein nacktes Stückchen Wohnkultur blieb übrig:

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Dank der fleißigen Handwerkerchen wurde aus dem bizarren Wohnloch ein ansehnlicher fast fertiger Raum:

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Und dann endlich kamen wir ins Spiel. Unser Vermieter war der dringenden Überzeugung, dass grelle Farben dem Wohnwohlbefinden zuwider seien. Das fanden wir nicht und so wurde aus dem weiß-sterilen Raum:

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.. zunächst ein Raum mit einer fröhlich-frech gelb abgeklebten Wand.

Ich habe hier zwei unterschiedliche Klebebänder benutzt. Einmal ein ganz ganz günstiges Klebeband aus dem Baumarkt und ein ziemlich preisintensives von tesa.

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Ich will das Fazit jetzt ungern vorausgreifen, aber Leute, ich muss euch sagen: Kauft in diesem Fall die grünstigere Variante. Bei dem teureren Pendant waren die Farbunterläufer ziemlich extrem und ich musste an diesen Stellen die kompletten Übergänge mit einem Minipinsel nacharbeiten. Pfui, sag ich euch.

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Was jedoch super war, ist die Verbindung des tesa-Klebebandes mit einer Malerunterlegfolie. Dadurch hatte man in zwei Handgriffen gleich den neuen Boden geschützt! Bombe!

Und das Ergebnis?

Hier bitteschön, eine quietschko-grüne Wand:

Zack - eine grüne Wand - Lieber Zuhause Selber Machen

Was man mit einer solchen Wand macht? Man malt in derselben Farbe noch ein paar einfach Leinwände und alte Bilderrahmen an und schon hat man dank der Farbkleckser einen zusammengehörigen Raum und trotzdem die helle offene Wirkung eines weißen Raums! Das ist doch nicht schlecht, oder was meint ihr?

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Tja und dann heißt’s Freunde einladen und genießen:

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Natürlich haben wir auch noch ein paar Möbel in unserem Arbeits-Musik-Rumpelzimmer verschwinden lassen.

Hier also der fertige Raum. So sieht der natürlich längst nicht mehr aus, weil ich in der Zwischenzeit ungefähr vier Mal umgeräumt habe .. aber das war die Geschichte von der grünen Wand!

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Schluss mit Rustikal – Du wirst weiß!

Selber lackiert!

Kommode lackieren .. das wurde aber auch Zeit! 

Wer kennt sie nicht: Die Apothekerschränke vom dänischen Bettenlager?! Ich glaube, jeder der in den Neunziger gelebt hat, wurde insgeheim verdonnert sich einen dieser sündhaft günstigen Vollholzkommoden zuzulegen.

Apotheker vom dänsichen Bettenlager

So ging’s auch meinem Freund! Ich kann mich nicht erinnern, wieviele Umzüge ich mit ihm gemacht habe, aber ich kann mich ziemlich genau an zwei Treppen erinnern, die ich seinen Apothekerschrank mit ihm zusammen hochgewuchtet habe.

Lange Rede, kurzer Sinn: Meine Liebe zu dem Apotheker war begrenzt. Aber das musste ja nicht so aus. Also überredete … äh, ich meine … überzeugte ich meinen Freund vor unserem Umzug in unsere erste gemeinsame Wohnung dem Apotheker ein neues Gewand zu verpassen.

Und genau das taten wir dann auch. Wir lackierten den Schrank also weiß.

Keller-Action: Möbel selber lackieren

Keller-Action: Möbel selber lackieren

Zum Glück hatten wir damals schon Zutritt zu unserem Keller, denn zum Lackieren braucht man Platz! Ich zumindest. ;)

Selber Lackieren: So geht’s! (Achtung: Quantenphysik)

  1. Alle Beschläge abschrauben, sofern möglich (gegebenenfalls Scharniere abkleben).
  2. Alle Schubladen (und Türen) abschrauben (oder abnehmen).
  3. Die Einzelteile mit feinem Sandpapier anschleifen.
  4. Unebenheiten, Kratzer und Co mit entsprechender Spachtelmasse ausbessern. – Davon mache ich beim nächsten Mal ein Foto :)
  5. Mit Grundierung oder 2-in-1-Lack beginnen die kleinen Flächen zu lackieren mit Schaumstoffrolle – TIPP: Ich nehme immer ganz schmale Rollen! Die Erklärung findet ihr hier.
  6. Die langen und großen Flächen lackieren.
  7. Alles min. 4h trocknen lassen – TIPP: In den wärmeren Jahreszeiten die Fenster öffnen, denn durch mehr Luftaustausch wird die Feuchtigkeit schneller aus dem Raum getragen und so trocknet auch der Lack schneller.
  8. Alles in der gewünschten Farbe lackieren. Falls Weiß eure Zielfarbe ist (was ich immer sehr gut verstehen kann), dann könnt ihr sogar die Lackrolle von zuvor benutzen. Dazu müsst ihr die Lackrolle einfach nach dem Lackieren in Folie einwickeln, sodass alles luftdicht verschlossen ist. Fertig.
So, die Kommode steht schonmal ;)

So, die Kommode steht schonmal ;)

So, am Ende dann noch gegebenenfalls die Besonderheiten, wie Füße und die Rückseite, lackieren … ich hatte die Füße schlichtweg ständig übersehen. ;) Für das ganze Projekt habe ich etwa 3 Stunden gebraucht und ich würde es immer wieder machen!

Dies ist also ein Happy-End, am Ende sind alle verliebt und “sie kriegen sich”. ;)

Selber lackiert!

Selber lackiert!

 

Jeder braucht einen Bonbon-Balkon

Habt ihr euch schon meine WG in Flensburg angeschaut? Dann wisst ihr ja, wie glücklich über den Balkon zur Flensburger Förde war! Das Problem war nur, dass der Zustand des Balkons mich so rein gar nicht entzückt hat.

Pfui Balkon

Der Boden war durchgesparkt und die mintgrünen Wände waren voller Flecken. Leider war von Anfang an klar, dass ich an der Farbe der Wände nichts ändern dürfte. Also schob ich das Projekt erst einmal auf die lange Bank. Ich hatte ja auch so genug zu tun

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… aber mit den ersten Sonnenstrahlen kam auch die Balkon-Antipathie zurück. Es musste etwas passieren. Und wie jeder normale Mensch, habe ich mir meine übrige Wandfarbe geschnappt, die etwas mit braun abgetönt und losgestrichen. Zum Mitschreiben: Ja, ich habe wirklich selbst angerührte Innenraumfarbe für meinen Balkonboden verwendet. :D

Bonbon-Balkon

Das war aber noch nicht das Schrägste an der ganzen Aktion. Das vermeintliche Braun war überhaupt nicht Braun, sondern Rosa. So wurde aus meinem dreckigen Abstellbalkon ein Bonbon-bunter Mädchentraum.

Armer Vermieter!

Nicht die feine Englische!

Es ist nun so:

Ich habe mich entschieden diesen Blog zu starten. Warum? Tja, gute Frage. Statt einer romantischen Antwort, wie: “Mir wurde auf einmal klar, dass ich der Welt etwas zurückgeben sollte”, muss meine Antwort tatsächlich lauten: “Ich habe so viele Fotos meiner Projekte, die müssen ja mal für etwas gut sein!”

Was meine Projekte sind? Meine Freunde würden hier einvernehmlich “weiß” rufen! Und damit haben sie in den meisten Fällen recht. Ich liebe es, Möbel weiß zu lackieren. Höhepunkt meiner Karriere als Weißerin alias sinnfreister Coup meiner Dekoavancen war das Weißlackieren alter blauer Ordner. Dafür erntete ich eine Menge Kopfschütteln und viele Lacher. Macht nichts. Die Ordner gibt’s immer noch. Bei Gelegenheit zeige ich euch die Projektfotos.

Wenn ihr euch jetzt schon fragt, welcher Creep sich hinter diesem Blog verbirgt: Das bin ich in unserem jetzigen Wohnzimmer.

Das bin ich

Nun habe ich diesen Blog also in Kurzform einmal vorgestellt. Ich freue mich auf eine spannende Zeit als Neubloggerin :)

Mal sehen, was du wirst!

Tja, manchmal sieht man einfach etwas und man muss es haben. So ging es mir zum Beispiel bei dieser rollbaren Bettkonsole von IKEA.

Malm Ablagetisch pimpen

 

Eigentlich bescheuert, denn das Ganze ist ausgelegt auf 1,40er Betten. Wir haben jedoch ein 1,80er Bett. Also no chance, das irgendwie in seiner ursprunglichen Funktion verwenden zu können. Was nun? Schließlich will ich es ja trotzdem unbedingt haben… in diesem Fall heißt es: Erstmal weißen! Das mache ich mit allen Dingen, denen noch keine konkrete Funktion zugewiesen wurde, die aber auf jeden Fall bei uns einziehen sollen.

Also ersteinmal das Gerät auseinanderbauen.

Anleitung

 

Dann geht es daran die einzelnen Teile ordentlich abzuschleifen! Ich weiß, das nervt. Aber: Es wird nischt, wenn man diesen Schritt überspringt. Außerdem: Bei diesem super Sonnenschein ist ein bisschen frische Luft ohnehin nicht verkehrt.

Abschleifen nicht vergessen!

 

Dann kann es endlich losgehen. Ich nehme gern kleine Lackrollen. Wer schon einmal mit den breiten lackiert hat, wird wissen wieso. In der Regel werden diese nach kurzer Zeit schmierig, weil sie unregelmäßig beansprucht werden.

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Dann also alle Seiten lackieren. Wichtig: Immer Außen anfangen, also hier erst die Außenseiten und die schwierigen Teile lackieren. Erst dann in langen Zügen die Mitte anpinseln.

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Fast fertig. Übrigens: Ich habe irgendwann einmal diese alte Decke ausrangiert und kann nur empfehlen eine grobe Decke als Unterlage für Spray- und Lackierarbeiten zu nutzen. Diese Decken sind meist schwerer und so weht nichts weg. Für alle Sicherheitsfanatiker: Ansonsten noch ein paar Wäscheklammern dazu. :)

So, nun heißt’s warten und dann das Ganze nochmal!! Ich konnte dieses Mal einem Sonderangebot von Bahr nicht widerstehen und so habe ich den dicken Bottich Lack im Hintergrund für 6€ erstanden. Leute, das war absolut nicht der Brüller. Besser gleich ordentlichen Lack kaufen. Mit diesem Billiglack musste ich vier mal überlackieren, um ein deckendes Ergebnis zu erzielen.

Dann heißt’s wieder zusammenschustern.

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Tja, ich würde euch jetzt gern zeigen, wie’s aussieht, aber da das gute Stück noch nicht seinen endgültigen Platz und seine Bestimmung gefunden hat. Bleibt’s vorerst ein Geheimnis, wie das Endergebnis ausschaut. Auch für mich. ;)